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1973–1974Global

Ölschock & Stagflation

Nominal stieg vieles, real schrumpfte fast alles. Der Fall, in dem Cash und Anleihen gleichzeitig verloren.

Auslöser

Das Ölembargo der OPEC vervierfachte den Ölpreis. Kombiniert mit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems entstand Stagflation: hohe Inflation bei stagnierender Wirtschaft — die Kombination, für die klassische Portfolios nicht gebaut sind.

Verlauf

Der US-Aktienmarkt verlor 1973–74 rund 48%, der britische real über 70%. Anleihen litten unter der Inflation, Cash verlor real an Kaufkraft. Praktisch alle Papierwerte fielen real gleichzeitig.

Dauer bis zur Erholung

Nominal erholten sich Aktien Mitte der 1970er, real dauerte es bis in die 1980er. Die Inflation blieb bis Anfang der 80er ein Problem, bis sehr hohe Zinsen sie brachen.

Was mit den Anlageklassen geschah

Gerundete historische Richtwerte (Höchststand zu Tiefpunkt). Keine Prognose — die nächste Krise trifft die Klassen anders.

Aktien−48%7.5 J.
Anleihen−20%uneinheitlich
Cash−20%uneinheitlich
Gold+300%kein Einbruch
Immobilien±0%uneinheitlich

Was hat funktioniert — und warum es sich nicht kopieren lässt

Reale Werte: Gold stieg im Jahrzehnt von 35 auf über 800 Dollar, Rohstoffe und teils Immobilien hielten die Kaufkraft. Warum es sich nicht kopieren lässt: Gold war 1971 gerade erst freigegeben worden — ein einmaliger Nachholeffekt. Eine Wiederholung dieses Anstiegs setzt denselben regulatorischen Startpunkt voraus, den es nicht mehr gibt.

„Dein Vermögen kann nominal steigen und real schrumpfen. Genau das misst der reale Liquiditätspuffer im Fragilitätsscore."

Die Lektion dieser Krise
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