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2007–2009Global

Globale Finanzkrise

Wie fauler Immobilienkredite das ganze Weltfinanzsystem an den Rand brachten.

Auslöser

US-Hypotheken an nicht kreditwürdige Schuldner (Subprime) wurden verpackt, mehrfach weiterverkauft und als sicher bewertet. Als die US-Häuserpreise fielen, brach die Kette — der Konkurs von Lehman Brothers im September 2008 fror das globale Bankensystem ein.

Verlauf

Der S&P 500 verlor vom Hoch 2007 bis März 2009 rund 57%, US-Immobilien etwa 27%. Nur massive Staats- und Notenbankeingriffe verhinderten einen zweiten 1929er-Kollaps.

Dauer bis zur Erholung

Der US-Aktienmarkt erreichte sein altes Hoch 2013 wieder — rund vier Jahre nach dem Tiefpunkt. Immobilien brauchten länger.

Was mit den Anlageklassen geschah

Gerundete historische Richtwerte (Höchststand zu Tiefpunkt). Keine Prognose — die nächste Krise trifft die Klassen anders.

Aktien−57%4 J.
Immobilien−27%uneinheitlich
Anleihen+12%kein Einbruch
Gold+25%kein Einbruch
Cash+2%kein Einbruch

Was hat funktioniert — und warum es sich nicht kopieren lässt

Staatsanleihen, Gold und vor allem Liquidität. Wer Cash hatte, konnte 2009 zu Ausverkaufspreisen kaufen. Warum es sich nicht kopieren lässt: Der genaue Tiefpunkt war erst im Rückblick sichtbar — im März 2009 fühlte sich Kaufen wie Wahnsinn an. Was planbar bleibt, ist nicht das Timing, sondern die Handlungsreserve: genau die Kennzahl, die der Fragilitätsscore misst.

„Hebel im System (hier: Banken) verwandelt eine Immobilienkorrektur in eine Weltkrise. 1929 wie 2008 dieselbe Mechanik."

Die Lektion dieser Krise
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