Euro-Schuldenkrise
„Whatever it takes“ — drei Worte, die eine Währungsunion retteten.
Auslöser
Nach 2008 zeigte sich, dass mehrere Euro-Staaten — allen voran Griechenland — überschuldet waren. Zweifel an ihrer Zahlungsfähigkeit trieben die Zinsen für Staatsanleihen der Peripherie in die Höhe und stellten den Fortbestand des Euro infrage.
Verlauf
Griechische Anleihen verloren nach dem Schuldenschnitt bis zu 90%. Aktienmärkte der Peripherie (Griechenland, Portugal, Italien) stürzten ab, während Kerneuropa und die Schweiz vergleichsweise stabil blieben. 2012 beruhigte das Versprechen der EZB, „alles Nötige“ zu tun, die Lage.
Dauer bis zur Erholung
Die Kernmärkte erholten sich ab 2012 rasch; die Peripherie und vor allem Griechenland brauchten Jahre und erreichten teils nie mehr die alten Stände.
Was mit den Anlageklassen geschah
Gerundete historische Richtwerte (Höchststand zu Tiefpunkt). Keine Prognose — die nächste Krise trifft die Klassen anders.
Was hat funktioniert — und warum es sich nicht kopieren lässt
Qualität statt Rendite: deutsche Bundesanleihen und der Schweizer Franken als sichere Häfen, breite Streuung über Länder. Warum es sich nicht kopieren lässt: „Sichere“ Staatsanleihen der Peripherie galten vor der Krise als risikolos — bis sie es nicht mehr waren. Die Lehre ist nicht ein bestimmtes Wertpapier, sondern das Erkennen von Klumpenrisiken über eine einzelne Region oder einen Emittenten.
„Ein Anlagenpaar kann jahrelang „sicher“ korreliert sein und im Stress plötzlich gemeinsam fallen."
Finutti vermittelt Wissen und gibt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Rechner zeigen reine Mathematik mit transparenten Annahmen — keine Empfehlung, keine Prognose.