Schweizer Immobilienkrise
Der Beweis, dass auch Schweizer Immobilien real ein Drittel verlieren können.
Auslöser
Ein Immobilienboom der 1980er, befeuert durch grosszügige Kreditvergabe, kippte um 1990, als die Zinsen stiegen. Überbewertete Liegenschaften und überdehnte Hypotheken trafen aufeinander.
Verlauf
Schweizer Immobilienpreise fielen real um rund 30% und stagnierten fast ein Jahrzehnt. Zahlreiche Regionalbanken gerieten in Schieflage; die Spar- und Leihkasse Thun ging 1991 unter, mehrere Banken mussten fusioniert oder abgewickelt werden.
Dauer bis zur Erholung
Die Preise begannen sich erst gegen Ende der 1990er zu erholen und erreichten die alten realen Höchststände erst Jahre später wieder.
Was mit den Anlageklassen geschah
Gerundete historische Richtwerte (Höchststand zu Tiefpunkt). Keine Prognose — die nächste Krise trifft die Klassen anders.
Was hat funktioniert — und warum es sich nicht kopieren lässt
Eine tiefe Belehnung. Wer seine Liegenschaft konservativ finanziert hatte, überstand den Wertrückgang ohne Nachschuss oder Notverkauf. Warum es sich nicht kopieren lässt: Das ist kein Trick, sondern Vorsorge vor der Krise — nachträglich lässt sich die Belehnung nicht senken. Genau deshalb rechnet der Fragilitätsscore die Belehnungsquote und einen LTV-Stress von −20% mit.
„„Betongold“ ist nicht risikolos. Fällt der Wert und ist die Belehnung hoch, kann die Bank Nachschuss verlangen."
Finutti vermittelt Wissen und gibt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Rechner zeigen reine Mathematik mit transparenten Annahmen — keine Empfehlung, keine Prognose.