Asienkrise
Wie ein fester Wechselkurs zur Falle wurde — und Kapitalflucht Länder umwarf.
Auslöser
Mehrere asiatische Länder hatten ihre Währungen an den Dollar gekoppelt und sich in Fremdwährung verschuldet. Als das Vertrauen kippte, brachen die Bindungen — zuerst der thailändische Baht — und lösten eine Kettenreaktion aus.
Verlauf
Währungen und Aktienmärkte in Thailand, Indonesien, Korea und Malaysia stürzten um 50 bis 80%. Der IWF sprang mit Notkrediten ein. Die Krise blieb regional stark konzentriert, strahlte aber bis nach Russland und Brasilien aus.
Dauer bis zur Erholung
Die meisten betroffenen Märkte erholten sich innerhalb von zwei bis drei Jahren, gestützt durch Exportüberschüsse und Reformen.
Was mit den Anlageklassen geschah
Gerundete historische Richtwerte (Höchststand zu Tiefpunkt). Keine Prognose — die nächste Krise trifft die Klassen anders.
Was hat funktioniert — und warum es sich nicht kopieren lässt
In Hartwährung (Dollar, Franken) zu halten, während lokale Währungen kollabierten. Warum es sich nicht kopieren lässt: Für einen Schweizer Anleger ist genau das Fremdwährungsrisiko in umgekehrter Richtung relevant — in globalen Krisen wertet der Franken auf, und Auslandsvermögen verliert in CHF. Dieselbe Mechanik, andere Seite.
„Ein fixer Wechselkurs beruhigt, bis er bricht. Der Frankenschock 2015 war dieselbe Lektion für die Schweiz."
Finutti vermittelt Wissen und gibt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Rechner zeigen reine Mathematik mit transparenten Annahmen — keine Empfehlung, keine Prognose.