Family Office: Ab wann es sich lohnt, und was es tut
Ein Family Office verwaltet nicht nur Geld, sondern das Zusammenspiel von Vermögen, Familie, Steuern und Nachfolge. Ab welcher Grösse das sinnvoll ist, und welche Alternativen es gibt.
Der Begriff stammt aus dem 19. Jahrhundert, als Industriellenfamilien eigene Büros für ihre Vermögensangelegenheiten einrichteten. Heute gibt es ihn in mehreren Abstufungen. Gemeinsam ist allen: Es geht um die Koordination, nicht um ein einzelnes Produkt.
Was ein Family Office leistet
- Gesamtübersicht: Alle Vermögenswerte bei allen Banken, Immobilien, Beteiligungen, Sachwerte, konsolidiert in einem Bericht. Das klingt banal und ist der Kern: Wer bei fünf Banken ist, hat fünf Depotauszüge und keinen Überblick.
- Anlagestrategie: Definition der Ziele, der Risikofähigkeit und der Verteilung über Anlageklassen. Überwachung der Banken und Vermögensverwalter, Verhandlung der Gebühren.
- Steuern und Recht: Koordination von Steuerberatung, Erbrecht, Strukturen und Wohnsitzfragen.
- Nachfolge und Familie: Family Governance, Einbezug der nächsten Generation, Ausbildung im Umgang mit Vermögen.
- Administration: Zahlungen, Buchhaltung, Versicherungen, Liegenschaften, manchmal auch Personal.
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